Addendum

"Die Verhütung der Augenentzündung der Neugeborenen. Mittheilungen aus der geburtshülflichen Klinik in Leipzig von Crede [19]"

Die folgenden Mittheilungen über die Verhütung der Augenentzündung der Neugeborenen veröffentliche ich deshalb nicht in einem Fachjournale der Ophthalmologie, sondern in diesem Archiv, weil die Krankheit fast ausschließlich durch eine Infection während des Geburtsactes entsteht, also mit einer Erkrankung der weiblichen Genitalien unmittelbar zusammenhängt. Auch muss die Verhütung der Krankheit allein in die Hände der Geburtshelfer und Hebammen gelegt werden. Ich beschränke mich ausschließlich auf die praktische Frage der Prophylaxe.

Im Allgemeinen kommen die Augenentzündungen der Neugeborenen seltener in den höheren Ständen vor, häufig schon im Proletariate, aber in den Entbindungsanstalten gehören sie zu einer fortlaufenden, höchst lästigen Plage und Sorge. Deshalb wende ich zunächst meine Aufforderung, die von mir empfohlene Prophylaxis weiter zu erproben, an diejenigen Herren Collegen, welche in Entbindungsanstalten oder in geburtshülfli-chen Polikliniken thätig sind, und, gleich mir, häufige Erkrankungen zu beobachten haben.

Wohl von den meisten Geburtshelfern wird meine Ansicht geth-eilt werden, dass die so überaus häufig vorkommenden Katarrhe und Entzündungen der Vagina auf gonorrhoischer Infection beruhen und dass die Ansteckungsfähigkeit des Secretes noch fortbesteht, nachdem lange die specifisch gonorrhoischen Erscheinungen verschwunden sind, ja dass in Fällen, wo fast kein Secret mehr gefunden wird, doch noch die erfolgte Ansteckung in der Mutterscheide stattgefunden hat, wenn in den ersten Tagen nach der Geburt eine Augenentzündung sich entwickelt.

Eine Übertragung des Infectionsstoffes von einem anderen augenkranken Kinde ist für die Leipziger Entbindungsanstalt völlig auszuschließen, da jedes inficirte augenkranke Kind mit seiner Mutter auf die Krankenstation verlegt wird, welche von der Station der Wöchnerinnen nach allen Richtungen hin vollständig getrennt ist. Auch können die Wöchnerinnen die Kinder mittels ihrer Finger, welche etwa durch Lochialsekret verunreinigt wären, kaum inficiren, weil die Kinder stets von den Müttern so weit entfernt in ihren Bettchen liegen, dass die Mütter sie nicht erreichen können und nur dann mit den Kindern in Berührung kommen, wenn diese ihnen von den Wärterinnen an die Brust gelegt werden.

Somit bin ich nach meinen Beobachtungen und Einrichtungen der Ueberzeugung, dass fast ohne Ausnahme die in der hiesigen Anstalt erkrankten Kinder nur durch eine directe Uebertragung des Vaginalsecretes in das Auge während des Geburtsactes inficirt werden. Die Erkrankung des inficirten Auges beginnt in der Regel etwa zwei bis drei Tage nach der Geburt, aber auch früher und später, je früher, desto intensiver.

Ich habe mir nun schon seit längerer Zeit die gewiss lohnende Aufgabe gestellt, die Mittel und Wege zu finden, wie man die für so viele Augen verderbliche Krankheit verhüten, wie am besten dem ansteckenden Secrete beikommen könne.

Meine ersten Bemühungen erstreckten sich auf eine möglichst ausgedehnte zweckmässige Behandlung und Reinigung der kranken Vagina der Schwangeren und Gebärenden. Die Resultate waren jedoch gering, nicht befriedigend; die Zahl der Erkrankungen der Augen nahm zwar ab, aber sie verschwanden nicht. Darauf begann ich die Desinfection der Kinderaugen selbst und fortan wurden die Erfolge überraschend günstig.

Der Gang meiner Versuche war folgender: Zuerst wurden bei allen mit Gonorrhoe oder chronischem Vaginalkatarrh in die Anstalt kommenden Schwangeren und Gebärenden reinigende Ausspülungen der Vagina mittels lauwarmen Wassers oder leichter Carbol- oder Salicylsäurelösungen (2:100) möglichst häufig, bei Gebärenden jede halbe Stunde gemacht. Die Erkrankungen der Augen wurden seltener, hörten aber nicht auf, ja verliefen in einigen Fällen noch hartnäckig und bösartig.

Im October 1879 machte ich den ersten Versuch mit prophylaktischen Einträufelungen in die Augen der Neugeborenen gleich nach der Geburt und bediente mich einer Lösung von Borax (1:60), weil ich dieses Mittel für das mildeste, wenigst ätzende hielt. Es geschah dies aber zunächst nur bei Kindern von kranken Müttern, bei denen gleichzeitig die oben angeführten Ausspülungen der Scheide während der ganzen Geburt gemacht worden waren. Auch diese Methode führte nicht zum gewünschten Ziele, und ich nahm vom December 1879 statt des Borax Lösungen von Argentum nitri-cum (1:40), welche bald nach der Geburt in die Augen eingespritzt wurden. Vor der Einspritzung wurden die Augen mit einer Lösung von Salicylsäure (2:100) sorgfältig gewaschen. Die so behandelten Kinder kranker Mütter blieben gesund, indess andere Kinder, welche selbst und ebenso ihre Mütter, weil wir letztere für nicht erkrankt hielten, nicht prophylaktisch behandelt worden waren, erkrankten immer noch, zwei ziemlich heftig.

Vom 1. Juni 1880 an wurden nun alle Augen ohne Ausnahme gleich nach der Geburt desinficirt und zwar in der Weise, dass eine schwächere Lösung von Argentum nitricum (1:50) gewählt, auch die Flüssigkeit nicht mehr eingespritzt, sondern nur mittels eines Glasstäbchens in jedes durch einen Gehülfen sanft geöffnete, vorher mit gewöhnlichem Wasser gereinigte Auge ein einziger Tropfen Flüssigkeit eingeträufelt wurde. Dann wurden die Augen 24 Stunden lang mit in Salicylwasser (2:100) getränkten Leinwandläppchen gekühlt. DIE ZAHLREICHEN VAGINALDOUCHEN WURDEN DAGEGEN GÄNZLICH AUFGEGEBEN und kamen nur aus anderen Gründen, die ganz unabhängig von den Vaginalkatharren waren, zur Anwendung. SÄMMTLICHE SO BEHANdelte Kinder sind von Augenentzündungen, selbst leichtesten GRADES, VERSCHONT GEBLIEBEN, obwohl manche der Mütter hochgradige Scheidenblenorrhöen und trachomatöse Wucherungen zeigten. Nur ein Kind (Jahresnummer 339) erkrankte am sechsten Tage an einer mässigen Entzündung der Conjunctiva des linken Auges, ohne Schwellung des Augenlides, welche nach drei Tagen wieder geheilt war, und stellte sich heraus, dass bei diesem Kinde im Drange der Geschäfte zufällig die prophylaktische Einträufelung nicht gemacht worden war.

Irgend ein Nachtheil für die so behandelten Augen haben wir bis jetzt nicht beobachtet. Nicht selten folgt der Einträufelung eine geringe Hyperämie, ab und zu auch eine etwas verstärkte secretion der Conjunctiva in den ersten 24 stunden. Dann verschwinden auch diese Erscheinungen. Vielleicht sind sie zu vermeiden, wenn die weiteren Versuche ergeben sollten, dass eine schwächere Lösung des Argentum nitricum genügt.

Das Verfahren ist demnach sehr einfach, überall von einigermaassen geschickten Händen leicht auszuführen, ganz gefahrlos und, wie es scheint, zuverlässig in der Wirkung.

Meine Beobachtungsreihe ist freilich noch zu klein, um ganz sichere Schlüsse zuzulassen, immerhin aber gross und namentlich frappant genug, um zu weiterer Anwendung dringend aufzufordern. den Hauptwerth MÖCHTE ICH IN DIE ERFAHRUNG LEGEN, DASS NICHT DIE DESINFECTION DER

Vagina, sondern nur die der Augen selbst zum gewünschten Ziele führt. Ob nun gerade das von mir geübte Verfahren an den Augen das beste und sicherste sei, oder ob noch bessere gefunden werden können, wird hoffentlich die Zukunft lehren. Zunächst habe ich keinen Grund, von meiner Methode abzuweichen.

Sollte es gelingen, die Augenentzündungen auch nur aus den Entbindungsanstalten und den polikliniken zu verdrängen, so wäre schon dadurch ein Gewinn von grosser Tragweite nach verschiedenen Richtungen hin erreicht, was ich hier wohl nicht näher auseinanderzusetzen brauche.

Schließlich theile ich ganz kurz eine Zahlenreihe über die in den letzten Jahren in der hiesigen Entbindungsanstalt beobachteten Augenentzündungen mit. Vielleicht sind anderswo die Erkrankungen der Vagina und demnach die der Kindesaugen weniger häufig, als gerade in Leipzig, dessen eigentümliche, von vielen, auch grösseren Städten abweichende Verhältnisse besonders in Betracht gezogen werden müssen.

Jahr

Zahl der Geburten

Zahl der Augenerkrankungen

Procentsatz

1874

323

45

13,6

1875

287

37

12,9

1876

367

29

9,1

1877

360

30

8,3

1878

353

35

9,8

1879

389

36

8,2

1880 (bis 31. Mai)

187

14

7,6

1880 (vom 1. Juni

200

1*

0,6

bis 8 Decbr.)

*Es ist dies der Fall, bei welchem die Augen nicht desinficirt wurden; also eigentlich sind 0,0% zu verzeichnen.

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